Vorteile von Fließestrich

Fließestrich verteilt und nivelliert sich nicht nur mehr oder weniger automatisch, er verdichtet sich auch von selbst. Das ist ein weiterer Arbeitsschritt weniger, also ein weiterer Vorteil von Fließestrich. Nach dem Trocknen enthält das flüssige Material kaum noch Poren oder Lufteinschlüsse, ohne dass der Estrichleger dafür etwas tun müsste.

Konventioneller Estrich muss dagegen unter großer Kraftanstrengung aufwändig verdichtet werden. Das aber gelingt immer nur teilweise. In den tiefer gelegenen Schichten verbleiben in der Regel dauerhaft Poren und Lufteinschlüsse. Deshalb sind bei konventionellem Estrich vergleichsweise dicke Bodenschichten notwendig. Fließstrich lässt sich dagegen bei gleicher Belastbarkeit schlanker einbauen.

Die selbstverdichtenden Eigenschaften von Fließestrich und seine geringe Porosität sind auch ein großer Vorteil beim Verlegen von Fußbodenheizungen. Der Estrich umschließt die Heizungsrohre gleichmäßig, was die Effektivität der Heizung erhöht. Die Wärme des in den Rohren fließenden Wassers wird so nämlich schneller an die Bodenoberfläche transportiert.

Die meisten Fließestriche enthalten Calciumsulfat – also im Prinzip Gips – als Bindemittel. Das hat den Vorteil, dass der Estrich beim Trocknen vergleichsweise wenig schwindet. Dagegen ist das Schwinden bei konventionellem Estrich relativ stark, da er mit Zement angemischt wird. Der Verarbeiter muss deshalb Bewegungsfugen in die Bodenfläche einarbeiten, die auch in den Bodenoberbelag zu übernehmen sind. Anders bei Fließestrich: Das Material ermöglicht durchgängige Bodenoberflächen ohne Bewegungsfugen.

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